Demenz

Was wir darüber wissen, wie wir damit leben - Ein SPIEGEL-Buch

Erschienen am 11.10.2010, 1. Auflage 2010
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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783421044877
Sprache: Deutsch
Umfang: 296 S., 14 s/w Illustr., mit Abbildungen
Format (T/L/B): 3 x 22 x 14.5 cm
Einband: gebundenes Buch

Beschreibung

»Ein interessantes Buch, das von Trauer, Scham und Angst, aber auch von Optimismus und erfreulichen Überraschungen erzählt und überdies viele nützliche Informationen und Tipps bietet.« Oranienburger Generalanzeiger, 22.10.2010 »Ein wichtiges, durch viele unterschiedliche und oft persönlich gefärbte Beiträge aufgelockertes Buch.« literaturnetz.com »Die Autoren berichten über die jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnisse und schildern fantasievolle Ideen und Maßnahmen aus dem Pflegealltag, um das Leben für die Betroffenen erträglicher zu gestalten.« L'Alsace

Autorenportrait

Annette Bruhns, geboren 1966, ist seit 1995 Redakteurin beim SPIEGEL.

Leseprobe

Vorwort Es sind gro? und furchteinfl??nde Zahlen, die das Thema Demenz beleuchten wie der Blitz den Gewitterhimmel. F?nf Millionen Menschen in Deutschland haben ein Familienmitglied, das an Alzheimer erkrankt ist. 720 000 der 1,3 Millionen Patienten leben zu Hause. Die Sorge f?r die Kranken und ihre Angeh?rigen wird unsere alternde Gesellschaft in den n?sten Jahren und Jahrzehnten noch intensiver besch?igen als heute. Aber mehr noch als auf die Zahlen haben wir als Herausgeber dieses Buchs auf die Menschen geschaut, die mit Demenz leben. Es war uns, das sei hier nicht verschwiegen, zu Anfang etwas bang: W?rde in den Beitr?n und Interviews eine traurige Begebenheit auf die andere folgen? Oder w?rden wir doch auch Geschichten h?ren, die Mut machen und hoffnungsvoll stimmen? Es kam, und dies l?t sich in dem vorliegenden Band nachlesen, besser als bef?rchtet. Bei der Arbeit stie?n wir auf immer neue Facetten unseres Themas, packend, ?berraschend - und gar nicht nur d?ster: Warum beispielsweise wird in vielen Demenz-Einrichtungen stundenlang gesungen? Warum sind manche Kranke erstaunlich gut aufgelegt? Und was kann man tun gegen den Verfall im eigenen Hirn? Bei unseren Begegnungen mit Kranken und denen, die sich um sie k?mmern, fanden wir Geschichten von Trauer, Scham und Angst, aber auch von Liebe und Optimismus in den Zeiten von Alzheimer. Betroffene und Angeh?rige, so viel ist sicher, werden emotional durchgesch?ttelt wie vielleicht noch nie in ihrem Leben. Eine Demenz ist alles, aber nicht banal. Es kann helfen, sich beizeiten mit der Krankheit zu besch?igen. Man kann versuchen, sich mit den extremen Gef?hlen vertraut zu machen, denen Erkrankte und ihre Familien ausgesetzt sind. Man kann ausloten, wie sich einer Demenz m?glicherweise vorbeugen l?t oder was ihren Verlauf verlangsamt. Man kann sich einen ?erblick ?ber die juristischen Fragen verschaffen, die mit dem allm?ichen Verlust der Pers?nlichkeit verbunden sind - von der Bankvollmacht bis zum Testament. Jeden dieser Aspekte - und viele andere mehr - behandelt dieses Buch. Ausf?hrlich kommen Betroffene und Angeh?rige zu Wort; so erz?t ein Mann, der bereits mit Ende F?nfzig an Alzheimer erkrankt ist: ?Bei dieser Krankheit muss man vor nichts mehr Angst haben. Es kann einem ja nichts Schlimmeres mehr passieren. Sachen, vor denen ich fr?her Angst hatte, die mache ich jetzt ganz locker. Ich kann Reden halten oder auf der B?hne stehen und Theater spielen.? In mehreren Beitr?n ?ern sich auch f?hrende Experten aus verschiedenen Fachrichtungen - aus der Gerontopsychiatrie, der Pflegewissenschaft oder der Hirnforschung. Die m?glichen Ursachen von Alzheimer werden ebenso ausf?hrlich beschrieben wie die h?chst aufwendige und m?hevolle Suche nach wirksamen Medikamenten. Weil es Heilung jetzt und in n?rer Zukunft nicht gibt, ist es umso wichtiger, in Nachbarschaften und Kommunen das Zusammenleben so zu gestalten, dass Betroffene sich geborgen f?hlen k?nnen. Allerdings ist auch die beste Lekt?re kein Ersatz f?r kompetente Beratung. Das gilt in besonderer Weise f?r die in diesem Buch abgedruckten Tests, die ?zte als Hilfsmittel f?r die Diagnose verwenden: Gerade beim Hausgebrauch liefern die Ergebnisse nur Indizien, aber keine Beweise. Wer sich ernstlich sorgt, ob bei ihm selbst oder bei einem Angeh?rigen Anzeichen einer Demenz vorliegen, muss sich an einen erfahrenen Arzt wenden oder gleich eine der Ged?tnisambulanzen aufsuchen, die es an vielen deutschen Kliniken gibt. Was Patienten in einer Ged?tnisambulanz erwartet, auch das wird in einem der Beitr? auf den folgenden Seiten beschrieben. Wir hoffen, dass Ihnen dieses Buch n?tzliche Informationen zu vielen Fragen rund um das Thema Demenz liefert; wir haben sie mit gro?r Sorgfalt zusammengetragen. Und wir hoffen auch, dass in den Beitr?n noch etwas anderes deutlich wird: Wer Betroffene pflegt oder Pflege ben?tigt, ist nicht allein, sondern geh?rt zu einer stetig wachsenden Gruppe von Menschen, deren Sorgen alle Leseprobe

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