Beschreibung
Die Studie beschreibt Aushandlungsprozesse christlicher Identität im proto-orthodoxen Martyriumsdiskurs. Sie zeigt, wie Fragen von Autorität, die Vorstellung von Märtyrern als Opfern, die Affirmation der Bezeichnung
oder der blutig bezeugte Wahrheitsanspruch gegenüber innerchristlichen Gegnern im Martyriumsdiskurs verhandelt wurden.
Autorenportrait
Nicole Hartmann; Studium der Alten Geschichte und Religionswissenschaft in Köln, Bologna und Berlin; Promotion als Religionswissenschaftlerin an der Universität Erfurt.
Inhalt
Inhalt: Martyriumsdiskurs im 2. Jahrhundert – Aushandlungsprozesse christlicher Identität in ausdifferenzierter Jesus-Bewegung – Positive Umdeutung biographisch kontingenter Gewalterfahrungen – Affirmation einer kurzlebigen Märtyrerautorität – Überhöhung der Märtyrer durch Opferrhetorik – Polemische Unterstellung von Menschenopfern.