Beschreibung
Dinge tauchen in der Literatur der Frühen Neuzeit in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen auf sie werden getauscht, verschenkt oder geraubt. Dabei haben sie jenseits ihres Eigensinns je andere Funktion und Bedeutung: als handlungstragendes Element, als Mittel der Figurencharakterisierung oder als Gegenstand ökonomischen Handelns. Trotz ihrer Präsenz und ihrer großen Bedeutung vor allem für die Ökonomie der Literatur sind indes die Dinge (anders als Subjekte oder Modalitäten ökonomischen Handelns) von den Literaturwissenschaften bislang kaum untersucht worden. Der Sammelband schließt an aktuelle Forschungen zur materiellen Kultur an und widmet sich erstmals konsequent den Dingen und Gegenständen, die in literarischen Texten der romanischen Literaturen von der Renaissance bis zum 18. Jahrhundert zur Sprache kommen.
Autorenportrait
Dr. Annika Nickenig ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Romanistik der Humboldt-Universität zu Berlin. Dr. Urs Urban ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Romanistik der Humboldt-Universität zu Berlin.
Inhalt
Sinn und Eigen-Sinn der Dinge Überlegungen zum Stellenwert von Dingen, Waren und Gaben in der Frühen Neuzeit.- Ritter/Bücher und die Ökonomie der Liste im Spanien des Siglo de Oro.- Schatz als Ding und Metapher. Poetologien des Dings von Alfonso el Sabio bis Dante.- Das Maß der Dinge. Materialität und Affekt im Siglo de Oro.- Lustobjekte? Menschen, Dinge und Begehren in der Komödie des Cinquecento.- Ökonomien der Unbehaustheit: Zu Praktiken des Waren- und Menschenhandels in portugiesischen Schiffbruchberichten des 16. Jahrhunderts.- Mediterraner Menschen- und Warenhandel. Ökonomische Zirkulationen in Cervantes Novelle El amante liberal.- Erzählte Gaben. Austausch, Aneignung und Ausgleich von Dingen und Wörtern in Charles Sorels Nouvelles choisies (1623).- Der Luxus, das Notwendige und der Naturzustand. Kontroversen und Kontexte im Frankreich der Frühen Neuzeit.- Die Präsenz der kolonialen Dingwelt in der spanischen Literatur des 18. Jahrhunderts Das Beispiel der Schokolade.- Die Performanz der Dinge in sentimentalen Wirtschaftskomödien der spanischen Spätaufklärung.
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