Beschreibung
Was ist ein Dauerhahn? Warum mussten früher die Wideln brennt sein? Wie gefährlich ist es, wenn einem Striezi der Fisch in der Hosen aufgeht? Das und noch viel mehr verrät uns Robert Sedlaczek im bisher komplettesten Gebrauchswörterbuch des Wiener Dialekts:
"Das große Wörterbuch des Wienerischen" enthält neben den oft vielschichtigen Bedeutungen der einzelnen Wörter auch eine phonetische Umschrift, ferner Hinweise auf die Herkunft der Wörter und illustriert deren Verwendung mit zahlreichen Belegstellen aus den Stücken Johann Nestroys und Ferdinand Raimunds, aus alten Wienerliedern und Schlagern der "Dialektwelle", aus den Programmen beliebter Kabarettisten, aus Tageszeitungen etc. Außerdem werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu anderen Dialektregionen dokumentiert, insbesondere zum Sprachgebrauch in Altbayern mit dem Zentrum München.
Im Buch finden sich sowohl Wörter des modernen Wienerischen als auch Wörter der älteren Mundart, wobei manche Belege bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurückreichen. Sie machen deutlich, wie sich jener Dialekt, der von Wien aus auch in andere Bundesländer ausstrahlt, verändert hat, wie lebendig er nach wie vor ist und wie auch junge Menschen heute mit dem Wienerischen kreativ umgehen, indem sie alte Wörter aufgreifen und neue erfinden.
Autorenportrait
Robert Sedlaczek, Dr. phil., geboren 1952 in Wien, Studium der Publizistik, Germanistik und Anglistik, schrieb von 2005 bis 2023 eine wöchentliche Sprachkolumne in der "Wiener Zeitung". Er verfasste zahlreiche Bücher über die Sprache: "Wörterbuch der Alltagssprache Österreichs", "Österreichisch fia Fuaßboifans", "Wiener Wortgeschichten. Von Pflasterhirschen und Winterschwalben", "Das unanständige Lexikon. Tabuwörter der deutschen Sprache und ihre Herkunft", "Sprachwitze. Die Formen, die Techniken, die jüdischen Wurzeln" etc. Ferner war er Koautor des bei Haymon lieferbaren "Großen Wörterbuchs der Tiroler Dialekte" von Hans Moser.
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