Frau Jenny Treibel

Roman - Manesse Bibliothek der Weltliteratur

Erschienen am 01.02.1989
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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783717517689
Sprache: Deutsch
Umfang: 306 S.
Format (T/L/B): 1.5 x 15.4 x 10 cm
Einband: Leinen

Beschreibung

Fontanes witzigster Roman Kaum je hat Fontane die Trennung von Geld und Geist, von Besitz und Bildung so scharf gegeißelt wie in diesem Roman. Er ist eine 'humoristische Verhöhnung unserer Bourgeoisie, die doch nur einen Gott und ein Interesse kennt: das Goldene Kalb.' (Theodor Fontane) 'Frau Jenny Treibel', in den Jahren 1888 bis 1891 entstanden, schließt die Reihe der Berliner Romane Fontanes ab. In einem Brief schildert der Autor den 'Zweck der Geschichte: das Hohle, Phrasenhafte, Lügnerische, Hochmütige, Hartherzige des Bourgeoisstandpunkts zu zeigen'. Die wirtschaftliche Dynamik der Gründerjahre hatte das Auseinanderklaffen von Besitzbürgertum und Bildungsbürgertum unübersehbar werden lassen. Unter der pompösen Kultur des Wilhelminismus geriet die Intelligenz, die anderthalb Jahrhunderte die bürgerlichen Ideale vertreten hatte, ins gesellschaftliche Abseits. Der Reichtum des jovialen Fabrikanten Treibel gründet auf dem Berlinerblau, mit dem die Uniformen der preußischen Armee gefärbt werden. 'Frau Bourgeoisie' - wie ein Arbeitstitel des Romans lautete - ist seine aus einem kleinen Kolonialwarenladen in die Fabrikantenvilla aufgestiegene Gattin Jenny. Als es um die Verheiratung ihres schwächlichen Sohnes Leopold geht, erwächst ihr in der Professorentochter Corinna Schmidt eine junge Gegenspielerin: Vertreterin jener kritischen Intelligenz, die zwar ob ihrer Bildung und gesellschaftlichen Gaben als Aushängeschild im Hause Treibel gern gesehen ist, als potentielle Schwiegertochter jedoch bei Frau Kommerzienrätin Jenny Treibel, née Bürstenbinder, auf entschiedene Ablehnung stößt.

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