Beschreibung
Der britische Ingenieur John Smeaton gilt als Vater des Bauingenieurwesens. Für den Betonbau bahnbrechend war der von ihm konstruierte und erbaute Leuchtturm auf den Eddystone Rocks vor der Küste von Cornwall. Seine Ausführung bildet die Vorlage für eine Reihe bekannter Nachfolgetürme rund um die britischen Inseln und gab den Anstoß für die Entwicklung der modernen Zemente und der darauf aufbauenden Betonbauweise. Smeatons Buch von 1791 über den Bau des Leuchtturms mit dem Originaltitel "A narrative of the building and a description of the construction of the Edystone lighthouse with stone" gibt interessante Einblicke in das Baugeschehen in jener Zeit. Jetzt endlich liegt dieses Werk auch in einer deutschen Fassung vor. Professor Dr.-Ing. Tino Schatz hat dieses Buch aus dem Englischen übersetzt und bearbeitet. Herausgekommen ist ein einmaliges Zeitzeugnis, das sinnbildlich für die Ursprünge des modernen Betonbaus steht. In dem viel beachteten Bericht hat der Autor detailliert und facettenreich dargelegt, wie der Steinturm auf dem berüchtigten Eddystone-Riff in den Jahren von 1756 bis 1759 entstanden ist. Zugleich hat er dessen Vorgeschichte und weitere Entwicklung betrachtet, sodass dem Leser fast ein Kaleidoskop des 18. Jahrhunderts präsentiert wird. Darüber hinaus spiegelt das Buch ganz nebenbei die komplette Bandbreite des Tätigkeitsfeldes eines Bauingenieurs wider. Es ist ein Buch über Technik, aber auch eines über Seefahrt und Leuchttürme und nicht nur dank vieler Anekdoten auch eines über die Menschen seiner Zeit.
Leseprobe
Vorwort des Übersetzers Das vorliegende Werk John Smeatons trägt im Original den Titel "A Narrative of the Building and a Description of the Construction of the Edystone Lighthouse with Stone" sowie als Ergänzung "An Appendix, The Lighthouse on the Spurn Point, Built Upon a Sand". Die Erstausgabe erschien 1791 und die zweite Auflage 1793 - wobei es noch eine weitere, etwas anders gesetzte Version dieser zweiten Auflage aus dem Jahr 1813 gibt. Die zweite Auflage ist es auch, die der hier vorliegenden Übersetzung zugrunde liegt. In Deutschland ist allgemein wenig bekannt, sowohl von John Smeaton (1724-1792), der in England gern als der erste moderne Bauingenieur angesehen wird, als auch von seinem bedeutendsten Werk, dem Eddystone-Leuchtturm. Dabei zählt letzterer zu den legendären Leuchttürmen der Welt und seine Ausführung schuf nicht nur die Vorlage für eine Reihe berühmter Nachfolgetürme rund um die britischen Inseln, sondern bedeutete auch den entscheidenden Anstoß für die Entwicklung der modernen Zemente und der darauf aufbauenden Betonbauweise. In dem viel beachteten Bericht hat Smeaton detailliert und facettenreich dargelegt, wie sein Steinturm auf dem berüchtigten Eddystone-Riff in den Jahren von 1756 bis 1759 entstanden ist. Zugleich hat er dessen Vorgeschichte und weitere Entwicklung betrachtet, sodass dem Leser fast ein Kaleidoskop des 18. Jahrhunderts präsentiert wird. Natürlich ist es ein Buch über Technik, aber auch eines über Seefahrt und Leuchttürme und nicht nur dank vieler Anekdoten auch eines über die Menschen seiner Zeit. Der umfangreiche Originalbericht wurde um einige wenige Passagen gekürzt - fast ausschließlich solche, die nicht unmittelbar mit dem Eddystone-Leuchtturm zu tun haben. Betroffen sind davon die Bemerkungen in Smeatons Einleitung zur Geschichte der Leuchttürme sowie der an späterer Stelle enthaltene Abriss über Smeatons Erfahrungen mit dem Bindemittel Kalk bei anderen Projekten. In gleicher Weise ausgespart wurde der im Anhang beigefügte Bericht über einen weiteren, späteren Leuchtturmbau am Spurn Point. Die Übersetzung erfolgte nah am Original, wenngleich der Satzbau vielfach heutigen Gewohnheiten anzupassen war. Änderungen an der Vorlage wurden so weit wie möglich vermieden. Zwei Ausnahmen gibt es dennoch. Eine kleinere betrifft die Namensgebung. Zwar wurden alle Bezeichnungen so verwendet, wie sie zu Smeatons Lebzeiten üblich waren, doch beim Ort des Geschehens, dem Eddystone-Felsen, wurde die heutige Schreibweise mit Doppel-d angesetzt. Eine zweite, größere Änderung betrifft die Einführung von Abschnittsüberschriften. Smeaton hatte lediglich Nummern verwendet, allerdings vorn in seinem Buch eine umfangreiche Inhaltsangabe verfasst über das, was in den Abschnitten enthalten ist. In der vorliegenden Fassung wurde auf diese gesonderte Inhaltsangabe verzichtet und stattdessen für die einzelnen Abschnitte Überschriften gewählt, die zum einen den Text übersichtlicher gestalten und zum anderen die nötigen Hinweise auf den Inhalt liefern. Bleiben noch einige redaktionelle Änderungen, die hier kurz erläutert werden sollen. Smeatons Bericht ist versehen mit zahlreichen Fußnoten. Diese Fußnoten sind aus heutiger Sicht zum Teil sehr originell oder erläutern einzelne Aspekte sehr plastisch, sodass sie aus ihrer Nische am Ende der Seite herausgeholt und unmittelbar hinter die Bezugsstelle gesetzt worden sind. Damit man sie als Fußnote erkennt, sind diese Texte eingerückt worden. Ebenfalls eingerückt wurde ein Großteil der vom Bearbeiter hinzugefügten Anmerkungen. Um sie vom Originaltext zu unterscheiden, sind sie überdies kursiv gedruckt worden, ebenso wie die anderen nachträglichen Erläuterungen im Text. Dies betrifft nicht die zahlreichen Umrechnungen von Einheiten, bei denen aus optischen Gründen das normale Schriftbild beibehalten wurde. Für die zahlreichen im Original genannten Personen wurde ebenso wie für die verwendeten seemännischen Fachbegriffe jeweils ein Glo