Beschreibung
Die anhaltende Attraktivität von Mythen und ihre Allgegenwart in der Literatur und im alltäglichen Leben zwang das noch junge Christentum zu einer Positionierung. Inder Spätantike lassen sich Kontinuitäten und Transformationen in der Auseinandersetzung der frühen Christen mit den paganen, polytheistischen Mythen verfolgen. So wurden mythische Figuren wie etwa Orpheus oder Odysseus von christlichen Autorenneu interpretiert, durch allegorische und rationalistische Lesarten entmythologisiert, aber auch christlich semantisiert. In exemplarischen Einzelinterpretationen zeigt die vorliegende Studie das Potential eines kreativinnovativen Umgangs mit Mythen in der lateinischen Literatur der Spätantike auf.
Autorenportrait
Christine Schmitz ist Klassische Philologin mit dem Schwerpunkt Latinistik an der Universität Münster. Ein Schwerpunkt ihrer Forschung bildet die Frage, wie griechisch-römische Mythen in diversen Gattungen und Epochen der lateinischen Literatur konfiguriert und transformiert werden.