Zwei Strafrechtswelten

Rechtsvergleichende Betrachtungen und Erfahrungen aus deutscher Sicht in Österreich

Erschienen am 04.01.2021, 1. Auflage 2021
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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783848759149
Sprache: Deutsch
Umfang: 244 S.
Einband: kartoniertes Buch

Beschreibung

Deutsches Konsequenzdenken und österreichisches Toleranzdenken zeigen sich im Straf- und Strafverfahrensrecht in ihrer gegensätzlichen Deutlichkeit. Lagodny illustriert dies an Beispielen aus dem Alltag und dem Recht. Er lebt, lehrt und forscht als deutscher Jurist seit 20 Jahren in Salzburg. Freispruch für einen Dieb, der die gestohlene Sache vor Entdeckung wieder dem Eigentümer zurückbringt? In Deutschland: Undenkbar! Kant und andere lassen grüßen. In Österreich: Warum nicht? Der Paternalismus im Sinne der Habsburger Monarchie und andere Prägungen (Di Fabio) liefern Erklärungen. Viele solcher Beispiele ergeben ein Bild, das nur aus der historischen Gewachsenheit heraus mit den Augen eines Fremden (im Sinne von G. Simmel) verstanden werden kann. Dieser Befund zeigt zugleich, vor welch unüberwindbaren Hindernissen eine Strafrechtsvereinheitlichung in der EU stünde. Das österreichische Labyrinth, in dem sich jeder auskennt (Qualtinger) ist jedoch ungemein anregend. Wenn man will.