Die Wissenschaft ist ein Meer ohne Ufer

Beiträge zum Forschungskolloquium an der Abteilung für Germanistik der Universität Kairo

Fisch, Michael / Salama, Dalia Aboul Fotouh
Erschienen am 01.08.2017
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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783896936820
Sprache: Deutsch
Umfang: 313
Format (T/L/B): 22.0 x 15.0 cm

Beschreibung

Dieser Band enthält sieben Aufsätze ägyptischer Germanistinnen und eines DAAD-Lektors, die aus Anlass des 50jährigen Bestehens der Abteilung für Germanistik an der Universität Kairo entstanden sind. Nachdem eine internationale Konferenz im Frühjahr 2015 dazu ausgerichtet wurde und die Kongressakten im Sommer 2017 erschienen, soll dieser Sammelband eine Art zweite Dokumentation darstellen. Es geht hierbei darum, einen thematischen Überblick über die aktuellen germanistischen Forschungsprojekte der Kolleginnen an der Abteilung für Germanistik an der Universität Kairo in den beiden Forschungsfeldern Sprach- und Literaturwissenschaft zu präsentieren. Bei der Wahl ihres Themas waren die Beteiligten frei. Im Frühjahr 2016 wurden diese Forschungsprojekte im Rahmen eines Kolloquiums an der Universität Kairo vorgestellt und diskutiert. Es ging darum, dass das Kollegium an der Abteilung für Germanistik an der Universität Kairo hieran partizipiert und sich vorstellt. Das hier vorgelegte Buch soll eine Art Bestandsaufnahme der aktuellen und individuellen Forschungsprojekte an der Abteilung für Germanistik der Universität Kairo sein, die Perspektiven für die Zukunft wagen möchten. Da Forschungsprojekte allzu oft mit der Person des jeweiligen Themas verbunden sind, entstand also ein Buch, das die Vielfalt und Individualität dieses Kollegiums zeigt. Zudem trägt dieses Buch die Bedeutung dieser einzigartigen ägyptischen Germanistik-Abteilung nach außen.

Inhalt

Dalia Aboul Fotouh Salama: »Die Wissenschaft ist ein Meer ohne Ufer«. Vorwort zu diesem Sammelband Michael Fisch: »Ein Fremder war er in der Heimat«. Einführung in Leben und Werk von Tâhâ Hussein Hilda Matta: Das Wortfeld »Zeiteinteilung« im Deutschen und Ägyptisch-Arabischen. Eine lexikologische, kulturvergleichende Studie Dina Aboul Fotouh Salama: »ir sult uns niht gelîche hân, ob ir wænet sîn ein hövescher man (V. 699f.)«. Ulrichs von Liechtenstein „Frauenbuch“ (1257) zwischen Ästhetisierung und Ethisierung hegemonialer und genderspezifischer Positionen Fatma Massoud: »Wenn Europa die Kaaba umkreist«. Mekka-Spiegelbilder in der europäischen Reiseberichttradition Michael Fisch: »Du sollst zum Aug der Fremden sagen: Sei das Wasser«. Über Motive des Fremden im frühen Widmungsgedicht »In Ägypten« (1948), über mögliche Formen der Dekonstruktion im lyrischen Satz »Niemand zeugt für den Zeugen« (1966) und über den ausstehenden Dialog zwischen Paul Celan und Jacques Derrida Nahed El-Dib: »Gute Mütter, böse Mütter«. Zum Bild der Mutter bei Anna Seghers (1963), Bertolt Brecht (1968) und Elfriede Jelinek (1983) Dalia Aboul Fotouh Salama: »Und ihr habt trotzdem keine Macht über mich«. Chronotopische und heterotopische Aspekte an ausgewählten Figuren in Ala al-Aswanis Roman „Der Jakubijân-Bau” (2002) und Uwe Tellkamps Roman „Der Turm“ (2008) Mumina Hafez Abd El-Barr: »Auf der Suche nach der verlorenen Heimat«. Das Dilemma der Zugehörigkeit und Entfremdung im Heiligen Land. Vladimir Vertlibs Roman »Schimons Schweigen« (2012) und Sahar Halîfahs Roman »Das Erbe« (1997) Kurzbiografien Editorische Notiz