Spieler

Prosa

Erschienen am 20.03.2003, 1., Aufl.
5,00 €
(inkl. MwSt.)

Lieferbar innerhalb 1 - 2 Wochen

In den Warenkorb
Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783899230147
Sprache: Deutsch
Umfang: 64
Format (T/L/B): 21.0 x 12.0 cm

Beschreibung

Peter Winzer ist Sozialarbeiter, dort, wo es am schwierigsten ist, bei Hooligans, bei Haftentlassenen, bei Menschen, die sich teilweise schon aufgegeben haben. Von solcher Randlage her stellt sich ein ganz anderer als ein gewöhnlicher Blick auf sich selbst und auf die Gesellschaft her. Der seltsam böse-komische, manchmal gar unflätige Ton in der Luft über diesen Texten scheint eine Art Schutz-Aura zu sein, unter der Peter Winzer auch quasi schutzlose, sogar zärtliche Dinge umso bewegender herüberbringt, nicht einmal mit Worten selbst, sondern mit Zeichen, Bewegungen im Gedicht. Das ist es, was diese Texte oft so stark macht. Sie sind „Streicheleinheiten mit lyrischem Schlagring“ (Wilhelm Bartsch). „Hier ist nichts aufgehübscht, glattgeschminkt und übergezuckert. Stücke wie rauer Rock’n’Roll ohne Musik sind das, Reime, die von der Straße kommen und ohne Reinigung, Schlamm am Stiefel … Auf Englisch wäre das Rap … jede pissgelbe Buchseite eine potenzielle Goldene Schallplatte.“ (Mitteldeutsche Zeitung)

Autorenportrait

Peter Winzer geboren 1959 in Halle an der Saale - von 1966–1976 Schule - danach folgte eine Ausbildung zum Instandhaltungsmechaniker - nach Ausbildungsabschluss folgten viele Beschäftigungen: Filmvorführer, Friedhofsgärtner, Techniker bei einer Jazzband - 1983 Hörspiel beim Rundfunk der DDR, wegen Teilnahme an einer nicht genehmigten Demonstration wurde das Stück nicht gesendet - 1985 mit dem „Punkdichter“ Matthias „Baader“ Holst Herausgabe der Untergrundzeitschrift „Galeere“, das Verbot erfolgte nach der dritten Nummer - 1988–89 Mitarbeit im Kreis um Guillermo Deisler (Visual Poetry) - Januar 1990 Teilnahme bei der Auflösung der Bezirksbehörde des Ministeriums für Staatssicherheit - seit November 1990 Sozialarbeiter in Halle - 1994–1997 berufsbegleitendes Studium der Sozialpädagogik - seit 2003 Mitglied im Förderkreis der Schriftsteller Halle (Saale) Wichtige Publikationen 1997 Buchveröffentlichung über das Bezirksliteraturzentrum Halle, in der Reihe „Betroffene erinnern sich“, erschienen bei der Bürgerbeauftragten für die Unterlagen der Staatssicherheit der ehemaligen DDR in Sachsen-Anhalt; Lyrikband „Spieler“ im Verlag Janos Stekovics, Halle 2003; Gedichte aus 2 Jahrzehnten und ein Prosastück (Förderkreis der Schriftsteller - Autorenheft), 2006; Lyrikband „Die Sinnlichkeit des Barbaren“ – Mitteldeutscher Verlag 2007 Außerdem weitere Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften. Arbeitsgebiete Funkdramatik, Lesungen aus den angeführten Büchern, Vorträge und Texte über DDR-Untergrundliteratur