Gerichtshandeln Gottes

Studien zum Corpus Paulinum und Plutarchs Dialo De sera numinis vindicta

Erschienen am 13.09.2010, 1., Auflage
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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783936985252
Sprache: Deutsch
Umfang: 338
Format (T/L/B): 230.0 x 160.0 cm

Beschreibung

Im Neuen Testament reicht die Spannweite der Rede vom Gericht Gottes von der Androhung des „Heulens und Zähneklapperns“ bis zur Vorstellung eines unerschütterlich parteiischen Richters, der bedingungslos zum Heil aller Kreatur handelt. Die Studie rekonstruiert Funktion und Bedeutung der paulinischen Gerichtsterminologie, indem sie sie mit Gerichtsmotiven ins Gespräch bringt, die im Dialog „De sera numinis vindicta“ des zeitgenössischen Philosophen Plutarch von Chaironeia vertreten werden. Beide Argumentationsmodelle zeigen sich vor dem Hintergrund der Zweiten Sophistik – einer Strömung internationaler Intellektuellenkommunikation der klassischen Kaiserzeit – als Strategien, wie Menschen angesichts mehrerer Optionen der Identitätsdefinition ihr eigenes Verhältnis zur Welt bestimmen können: Was bedeutet es, als Grieche unter römischer Herrschaft zu leben? Was bedeutet es, als Christenmensch in und mit jüdischen und hellenistischen Traditionen zu leben? Es wird deutlich, dass die Aktivierung von Gerichtsmotivik vorrangig der Bewältigung je aktueller Krisen dient und weniger der Vergegenwärtigung eschatologischer Szenarien.

Autorenportrait

Friederike Erichsen-Wendt, geb. 1976, Studium der Evangelischen Theologie und Erwachsenenbildung in Bethel und Heidelberg, 2001 Erstes Theologisches Examen und Diplom, Gerhard-von-Rad-Stipendiatin und Wissenschaftliche Assistentin für Neutestamentliche Theologie in Heidelberg, 2005 Promotion zur Dr. theol., 2005-2007 Vikariat, 2007 Ordination, seitdem Pfarrerin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck

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