Über das Böse. Eine Vorlesung zu Fragen der Ethik

Volltextlesung von Axel Grube. 1 mp3-CD in handgearbeiteter Schmuckschachtel

Grube, Axel
Erschienen am 22.09.2009
12,80 €
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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783939511823
Sprache: Deutsch
Umfang: 1
Format (T/L/B): 12.0 x 12.0 cm

Beschreibung

Hannah Arendt geht in dieser Vorlesung der Frage nach, wie – nach dem beispiellosen Zusammenbruch und Versagen von Moral im Sinne von Tugend und Sitte im Nationalsozialismus – eine Ethik oder gar Natur des Guten begründbar ist. In freier Bezugnahme auf Denker wie Kant, Sokrates, Jesus von Nazareth und Friedrich Nietzsche lässt sie sich von dem Empfinden leiten, dass das 'Böse' ein 'Oberflächenphänomen' ist:'Das größte Böse ist nicht radikal, es hat keine Wurzeln, und weil es keine Wurzeln hat, hat es keine Grenzen, kann sich ins unvorstellbar Extreme entwickeln und über die ganze Welt ausbreiten.' Das Gute bzw. das Bedürfnis, Gutes zu tun, erscheint hingegen als die ursprünglichere Kraft, als naturgegebene Energie, als genuiner Instinkt. 'Und natürlich ist es auch dieses Mehr an Kraft (Nietzsche), diese extravagante Großzügigkeit oder der 'überströmende, verschwenderische Willen', der Menschen dazu veranlaßt, Gutes tun zu wollen und es gerne zu tun. Was bei den wenigen und bekannten Menschen, die ihr ganzes Leben dem 'Gutes-Tun' gewidmet haben, wie Jesus von Nazareth oder der heilige Franziskus von Assisi, am offenkundigsten ist, ist sicher nicht Sanftmut, sondern eher eine überfließende Kraft, vielleicht nicht des Charakters, sondern schon ihrer Natur.' (Hannah Arendt)

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