Beschreibung
Peter Stöger und Irmgard Hierdeis versammeln ein nur auf den ersten Blick unspektakuläres Kaleidoskop aus Ereignissen, Erinnerungen, Erlebnissen - von offensichtlich pädagogisch ungeeigneten Lehrern über abstruse Wohnverhältnisse bis zu Schwierigkeiten der Badebekleidung. Was aber dahintersteckt und allenthalben durchschimmert, sind Härte, Freude und Elend der Nachkriegszeit: eine Familie, die aus dem heutigen Tschechien vertrieben wird und in Süddeutschland alles andere als willkommen ist; traumatisierte Erwachsene, die nicht nur den Zweiten, sondern schon den Ersten Weltkrieg erlebt haben; die Macht derer, die über Nahrungsmittel verfügen und mit Butterknöllchen in der Milchkanne Geschenke machen können; die noch Jahrzehnte später mit Silberfäden geschmückten Bilder einer Kinderweihnacht. Ein berührendes, lustiges, nachdenklich machendes Buch.
Autorenportrait
Irmgard Hierdeis, studierte Philosophie, Pädagogik, Germanistik und Romanistik in München, Freiburg und Innsbruck. Nach der Promotion arbeitete sie viele Jahre als Gymnasiallehrerin und Redakteurin. Neben wissenschaftlichen Arbeiten veröffentlichte sie seit 1983 zahlreiche Gedichtbände, Erzählungen und Romane, zuletzt: Die neue Zeit (2015). Sie lebt am oberbayerischen Ammersee.